Solidar
Über das Magazin

Solidar — was zwischen GRV und privater Vorsorge tatsächlich passiert.

Solidar ist ein deutschsprachiges Magazin für Renten- und Sozialversicherungs-Politik in Deutschland. Wir schreiben für Renten- und Sozialpolitik- Interessierte mit Schwerpunkt Erwerbstätigen-Alter, für Mitarbeitende von Sozialversicherungs- Trägern (DRV-Bund und -Länder, DAK, AOK, TK), für Steuerberater:innen mit Schwerpunkt Sozialversicherung, für Versicherungs-Berater:innen, für Personalverantwortliche, für Betriebsräte mit bAV-Mandat, für Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen an Renten-Forschungs- Instituten (DRV-Forschungsdatenzentrum, MEA München, FNA Berlin), für Sozialpolitik- Journalist:innen, für Renten-Anwält:innen. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Renten- Politik ist eine komplexe Funktionssystem-Disziplin mit demografischer und regulatorischer Tiefe — keine ideologische Bühne und kein Versicherungs-Marketing-Spielfeld.

Acht Ressorts — GRV, Bürgerversicherung, Riester & Rürup, Demografie, Beamte & Selbständige, Internationaler Vergleich, Reform, Praxis — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Bundes-Rechenschafts-Lage zur DRV-Bilanz, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Aktienrente- Anlauf-Phase. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf dem Stand des Rentenpakets II und einer Aktienrente- Bilanz nach Anlauf-Phase als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Renten-Politik-Versprechen und demografischer Realität. Die gesetzliche Rentenversicherung ist seit ihrer Reform 1957 als Pay-as-you-go-System organisiert (Beiträge der heute Erwerbstätigen finanzieren die heute Renten-Bezieher:innen) und steht damit unter dem Druck der demografischen Verschiebung — der Altersquotient (Verhältnis der über-65-Jährigen zur Erwerbsbevölkerung) wird von heute rund 36 auf rund 44 in 2030 steigen. Das Bürgerversicherungs-Konzept der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken zielt auf eine Erweiterung der Beitrags-Basis durch Einbeziehung von Beamten, Selbständigen und Politikern. Die Aktienrente bzw. das Generationenkapital als die Reform- Initiative seit 2022 zielt auf eine teil-kapitalgedeckte Säule mit 12 Milliarden EUR Bundes- Anschub-Kapital. Wir behandeln Renten-Politik als das, was sie ist: eine demographisch und regulatorisch komplexe Versorgungs-Disziplin mit konkreten Folgen für die Alters-Sicherung von rund 56 Millionen Versicherten und 21 Millionen Renten-Beziehern. Wir würdigen die Reform-Vorschläge und prüfen die demographischen Voraussetzungen gleichzeitig.

Geschrieben ist Solidar für Erwerbstätige zwischen 30 und 65, die ihre eigene Alters-Sicherung verstehen wollen; für Mitarbeitende von Sozialversicherungs-Trägern, die zwischen täglicher Bescheid-Arbeit und Reform-Vorhaben pendeln; für Steuerberater:innen, die zwischen Riester-Förderung und Klient-Realität navigieren; für Personalverantwortliche und Betriebsräte mit bAV-Mandat, deren tägliche Arbeit Durchführungs-Wege-Wahl und Tarif-Auslegung umfasst; für Sozialpolitik-Journalist:innen, die belastbare Sekundär-Recherche zur Renten- Politik suchen; und für Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen an Renten-Forschungs- Instituten.

Gastbeiträge

Solidar nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Renten-/Sozialversicherungs-Praxis geschrieben hat — GRV-System-Tiefenbohrung, Bürgerversicherungs-Konzept-Analyse, Riester- Bilanz, Demografie-Erklärstück, Beamten-Versorgungs-Anmerkung, internationaler Vergleichs- Bericht, Reform-Vorhaben-Einordnung, Konsumenten-Praxis-Bericht — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete SGB-VI- Paragrafen-Referenz mit aktuellem Anwendungs-Kontext sagt mehr als drei Absätze Programmatik, und wer mit Beitragssatz-Trajektorien statt mit „Generationen-Gerechtigkeit" als Schlagwort arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Renten-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welche Beitrags-Säule welche Renten-Säule wie finanziert, welche demographische Bewegung diese Finanzierungs-Logik trägt oder belastet, und welche Reform-Option welche Wirkungs-Hebel hat. Wir nehmen das System ernst.