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BürgerversicherungRente für jeden

unterschreiben Sie für ein Stück soziale Gerechtigkeit auch in Deutschland

abwarten und nichts tun heißt, dem jetzigen Rentensystem zustimmen

 

Berichte

  1. Panorama, Sendung vom 23.02.2012 ARD

     

partiell aus dem Bericht "Neue Arbeitswelt, altes Rentensystem: Wer sind die Verlierer?"

 

O-Ton Prof. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler:

„Zugespitzt formuliert kann und muss man sagen, dass die unterschiedlichen Alterssicherungssysteme im Prinzip ein Deutschland der wilhelminischen Zeit abbilden, aber bei weitem nicht ein Deutschland des Jahres 2012.“

 

O-Ton Fred K. Angestellter:

„Wenn ich bis 67 durcharbeite, nicht krank werde oder vorher in Rente gehen muss, werde ich eine Rente bekommen von 891 Euro.“

891 Euro, nicht viel mehr als Sozialhilfe - und das, nachdem er 44 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben wird.

 

O-Ton Prof. Gerhard Bäcker, Sozialwissenschaftler:

„Beamte verdienen, wenn man das aufs Brutto-Niveau bezieht, in der Tat häufig weniger als Angestellte mit gleicher Qualifikation. Aber nicht zu vergessen ist, dass Beamte von ihrem Nettoeinkommen sich deutlich besser stehen, weil sie eben keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten müssen, so dass eigentlich bei gleicher Qualifikation die Nettoentgelte für Beamte sogar besser sind als für Angestellte.“

 

Dennoch gewährt der Staat Beamten noch immer viele Vorteile:

Die Höhe der Pensionen ist anders als bei der Rente nach oben offen. Und: Anders als Angestellte können Beamte nicht nach unten abrutschen. Für sie gibt es eine Mindestpension von ca. 1300 Euro.

 

O-Ton Prof. Gerhard Bäcker, Sozialwissenschaftler:

„Sicher ist das ein Gerechtigkeitsproblem. Jemand, der nicht vorgesorgt hat, nicht wollte oder nicht konnte, erhält im Alter eine identische Grundsicherung im identischen Niveau wie jemand, der verpflichtet war, durch die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen vorzusorgen. Das ist schwer nachvollziehbar für jene, die zwanzig, dreißig Jahre lang Beiträge eingezahlt haben, aber letztlich nicht mehr kriegen als derjenige, der nicht eingezahlt hat.“

Selbstständige, die später auf den Staat angewiesen sind. Angestellte, die von ihrer Rente oft nicht mehr leben können. Und Beamte, die vom Staat deutlich besser gestellt werden, als alle anderen. Wäre es da nicht an der Zeit, die Systemfrage zu stellen?

 

O-Ton Prof. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler:

„Ich plädiere für ein Rentensystem in das alle Mitglieder unserer Gesellschaft einzahlen. Unabhängig ob Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige.“

Denn die Dreigliederung des deutschen Rentensystems ist nicht mehr zeitgemäß. Und sie ist vor allem ungerechtdenjenigen gegenüber, die Jahr für Jahr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

 

Autoren: Tamara Anthony, Ben Bolz, Tina Soliman, Jan Philipp Burgard

Schnitt: Kay Ehrich

 

Abmoderation:

Dass unser Rentensystem nicht so ganz gerecht ist, hat übrigens auch unsere Bundes-

arbeitsministerin erkannt. Immerhin soll es demnächst einen Gesetzesentwurf geben, der Rentner besser stellt, als Empfänger der Grundsicherung. Außerdem denkt sie darüber nach, einen Teil der Selbstständigen in die Rentenversicherung zu holen. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht. Und die grundsätzliche Systemfrage, an die traut sich auch Ursula von der Leyen nicht.

 

  1. Berliner Morgenpost vom 20.08.2008

     

aus dem Artikel:

 

Die Höhe der Pensionen hat eine neue Diskussion über die ungleiche Altersversorgung von Beamten und Angestellten ausgelöst. SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz mahnte in der "Bild"-Zeitung eine grundlegende Reform der Pensionen an: "Beim jetzigen System stellt sich die Frage der Gerechtigkeit. Mittelfristig müssen wir beide Systeme angleichen. Es kann nicht sein, dass die Arbeit eines Angestellten weniger wert ist als die Arbeit eines Beamten. Sowohl Angestellte als auch Beamte müssen ins gleiche Rentensystem einzahlen."

 

 

 

  1. Studie der Bertelsmann Stiftung, Pressemeldung vom 15.03.2013: Ohne neue Weichenstellungen sind ein weiterer Rückgang des Rentenniveaus und steigende Beiträge unvermeidlich

     

Aus der Pressemeldung: "Den schnellsten und größten Erfolg verspräche allerdings die direkte Ausweitung des Versichertenkreises durch die Einführung der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für Selbstständige und Beamte. Durch ihre Einbeziehung in die gesetzliche Rentenversicherung könnte die Senkung des Rentenniveaus und der gleichzeitig steigende Beitragssatz gestoppt werden."

 

 

 

 

 

Nicht abwarten ...

 

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